These 6
Im Agentic Trio gibt es keine reinen Lieferanten mehr
Agentische Entwicklung macht es möglich, dass ein kleines Trio nicht nur Discovery, sondern auch Delivery verantwortet, als vollständig autonome Einheit. Das Agentic Trio ist eine Weiterentwicklung des Product Trio, das Teresa Torres in Continuous Discovery Habits beschreibt: Je ein Produktmanager, ein UX-Designer und eine Entwicklerin treffen Discovery-Entscheidungen gemeinsam, die Delivery trägt das gesamte Team. Das Agentic Trio behält dieselben Rollen und erweitert ihre Verantwortung um die Delivery.
Im Agentic Trio machen alle Mitglieder des Trios Discovery und Delivery ohne Unterstützung durch weitere Mitglieder, die an der Discovery-Arbeit nicht beteiligt sind.
Das verändert nicht nur, wie Teams arbeiten, sondern auch, wie groß sie sein müssen. Kleinere, autonomere Einheiten mit echter End-to-End-Verantwortung werden möglich, ohne die Discovery-Qualität zu opfern. Die freigewordene Kapazität durch schnellere und günstigere Delivery fließt nicht in mehr Output, sondern in tiefere Problemerkennung, innerhalb derselben kleinen Einheit.
Abgrenzung zu Team Topologies: Das Agentic Trio und Stream-aligned Teams sind orthogonal. Team Topologies beantwortet wie Teams geschnitten werden. Das Agentic Trio beantwortet wie innerhalb eines Teams Discovery und Delivery organisiert sind. Ein Stream-aligned Team ist eine notwendige aber keine hinreichende Bedingung: in einem Stream-aligned Team könnte nach Torres ein Teil des Teams das Trio bilden während andere nur liefern. Das Agentic Trio kollabiert genau diese interne Trennung. Wer sagt “das ist doch ein Stream-aligned Team” hat die Außenperspektive richtig beschrieben und die Innenperspektive übersehen.
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Hintergrund
Das Agentic Trio ist ein Ansatz von Daniel Westheide und Fabian Walther bei INNOQ. Mehr zum Hintergrund oder direkt Kontakt aufnehmen.